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Hochzeitsbräuche


Reisregen

Bei dieser Tradition wird das Paar nach der Trauung von den Hochzeitsgästen mit Reiskörnern beworfen. Der Reis steht für Glück und Fruchtbarkeit und soll den Brautleuten einen reichen Kindersegen bescheren. Je nach Region wird der Reis auch durch Konfetti oder kleine Bonbons ersetzt. Allerdings sollte mit dem Standesamt oder Kirche vorher abgeklärt werden, ob das Verstreuen von Salz gestattet ist. Als Fotograf arbeite ich auch beim Paarshooting gerne mit Konfetti - zumal es die Zusammenarbeit von Brautpaar und Fotograf stets auflockert und oftmals sehr lustig ist.

Tor ins neue Leben

Das Tor, welches vom Brautpaar durchschritten werden muss, symbolisiert das Eintreten in einen neuen gemeinsamen Lebensabschnitt. Dabei kann das Tor aus den unterschiedlichsten Materialien gefertigt sein, etwa aus Stoff, Blumen oder Holz. Oder nur angedeutet als durch die Hochzeitsgäste gebildete Spalier. Ein sehr schönes Motiv für mich als Fotograf, da sich die Szene aus verschiedenen Perspektiven auf Fotos festhalten lässt. Aber nicht nur für den Hochzeitsfotograf, sondern auch für das Brautpaar eine spannende Szene.

Holzstammsägen

Dieser Brauch stammt aus dem Süden Deutschlands und ist besonders auf dem Land eine beliebte Tradition.
Da eine Zweimann-Schrotsäge verwendet wird, müssen Braut und Bräutigam immer abwechselnd ziehen, da sich ansonsten die Säge verklemmt. Da das gemeinsame Sägen eine große Herausforderung darstellt, soll man die Fähigkeiten des Paares an einem Strang zu ziehen und Konflikte bereinigen zu können, an diesem Brauch ablesen können.
Er symbolisiert die wichtige Balance von Reden und Zuhören, von Zuwendung und den anderen machen lassen sowie die notwendige Aufmerksamkeit für die jeweiligen Bedürfnisse des Partners in der Ehe. Eine solche Szene gehört natürlich zu den Pflichtbildern für jeden Fotograf und stellt ein sehr schönes Motiv dar.

Brautentführung

Bei der Brautentführung wird der Bräutigam sozusagen auf die Probe gestellt, da seine Braut entführt und er sie wiederfinden und auslösen muss. Die Braut kann unter Beteiligung der Hochzeitsgesellschaft entführt oder gesucht werden.
In der Regel wird die Braut in ein nicht allzu weit entferntes Gasthaus gebracht, um anschließend ins nächste Lokal weiterzuziehen, bis die Braut vom Bräutigam entdeckt wird. Oftmals wird die Braut statt in eine Gaststätte in ein naheliegendes, öffentliches Gebäude gebracht und der Bräutigam kann sie durch die Erfüllung einer Aufgabe auslösen. In Stuttgart wegen der Weitläufigkeit wohl eine sehr schwierige Aufgabe für den Bräutigam. Zu beachten ist auch, dass der Fotograf bei einer Entführung zeitgleich nur Braut oder Bräutigam fotografisch begleiten kann.

Traditionelle Accessoires

Das Alte hält die Verbindung zu dem Leben vor der Heirat und zu Traditionen aufrecht, beispielsweise könnte dies eine Perlenkette der Mutter sein. Das Neue, traditionell das Brautkleid, steht für ein in Glück und Wohlstand geführtes neues Leben.
Das Geborgte wird gern von einer älteren Verwandten oder anderen glücklich verheirateten Frau beigesteuert, in der Hoffnung, dass deren Glück auf das junge Paar übergehen möge. Die Farbe Blau wird gern versteckt in Form eines blauen Strumpfbandes getragen und symbolisiert die Treue und Reinheit der Braut. Finanziellen Wohlstand  soll durch das Tragen einer Geldmünze im oder unter dem Hochzeitsschuh herbeigeführt werden. Alle Accessoires kann der Fotograf auch beim Zurechtmachen des Brautpaares (Fotos der Hochzeitsvorbereitung) festhalten.

Brot und Salz

Der christlichen Überlieferung zu Folge werden ewig dauernde Bündnisse auch als Salzbünde bezeichnet: Das Salz soll dem Paar also eine bis in die Ewigkeit andauernde Verbindung bescheren, während das Brot als Grundnahrungsmittel die Basis dafür bildet. Eine im Raum Stuttgart eher vergessene Tradition...

Tanz mit dem Schleier

Der Schleiertanz wird sehr unterschiedlich zelebriert. Traditionell findet er immer um Mitternacht statt, um zu zeigen, dass die Braut nun keine solche mehr ist, sondern eine Ehefrau und damit unter der Haube. Aus diesem Grund wird ihr der Brautschleier geraubt, zerrissen und unter den weiblichen unverheirateten Gästen verteilt, damit diese von dem Glück der frisch Vermählten profitieren und ebenfalls bald einen Bräutigam finden können.

Der Wurf des Brautstraußes

Ein sehr beliebter Brauch bei einer Hochzeit ist der Wurf des Brautstraußes. Während der Feier stellen sich alle ledigen Frauen hinter der Braut auf, die den Strauß blind über ihre Schulter wirft. Diejenige, die den Strauß auffängt, soll laut Brauch als nächste den Weg zum Altar finden. Auch für den Hochzeitsfotograf immer wieder ein lustiges Highlight!